Unsere Weine - eine Reise durch die Extremadura

Unsere Weine

13.08.2021

„Die Landschaft ist streng, klassisch, karg, die Orte Flecke von Weiß, das in den Augen schmerzt. Man sieht die Menschen schon von weitem daher kommen, scharf abgegrenzt in diesem Licht, das Menschen als Figuren definiert, die Dimensionen der Landschaft geben jedem Gang etwas Feierliches.” (Cees Noteboom)

Unsere Weine - eine Reise in die Extremadura


Die Extremadura streckt sich entlang der portugiesischen Grenze im Südwesten Spaniens. Grüne Dehesas, sanftes Bergland und üppige Täler mit Kirschbäumen prägen im Norden der Extremadura das Landschaftsbild. Im Süden und damit nahe an Andalusien wird es karger und mediterraner, die weitläufige Landwirtschaft wechselt sich ab mit grünen Eichenhainen. Hier ist auch der Weinbau zuhause.
Im Oh Madriz! stammen die meisten Weine aus der Extremadura. Diese dünn besiedelte, landwirtschaftlich geprägte Region bringt außergewöhnliche Weine hervor - der Inhaber der Oh Madriz!-Bar hat zudem extremeñische Wurzeln und daher ein ganz persönliches Verhältnis zu diesem Landstrich, den der Rest der Welt erst noch entdecken muss.

Mit La Rioja oder dem Ribera del Duero können extremeñische Weine hinsichtlich des Bekanntheitsgrads nicht wirklich mithalten – in Sachen Qualität jedoch sehr wohl! Die Anbaugebiete Matanegra, Tierra de Barros, Ribera alta und baja sowie Montánchez und Cañamero zählen zu den ältesten und traditionsreichsten Weinbaugebieten Spaniens. Die Römer waren es, die der Region zu einer allerersten Wein-Hochphase verhalfen. Bis heute zählt die Extremadura mit 75 000 ha Reben zu einer der bedeutendsten Weinanbau-Regionen der iberischen Halbinsel. Ende der 90er Jahre wurde die kontrollierte Herkunftsbezeichnung DO Ribera del Guadiana auch aus Marketinggründen eingeführt. Aufgrund des Klimas, viel Sonne, wenig Regen, eignen sich Reben roter Traubensorten besonders zum Anbau. Vorherrschend: die Rebsorte Tempranillo, aber auch Syrah, Cabernet Sauvignon und Garnacha werden angebaut. Der Fluss Guadiana durchquert die Extremadura von West nach Ost und sorgt links und rechts seines Ufers für kühlere Temperaturen. In seiner Umgebung sind die Böden lehm- und mineralhaltig.

Am südlichen Ufer des Guadiana beginnt die Anbauregion Matanegra. Hier im kleinen Städtchen Puebla de Sancho Perez befindet sich auch die Bodega von Fernando Toribio. Seit mehreren Generationen baut die Familie Wein an, das Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben. Im Sommer herrschen in dem kleinen Ort nicht selten über 40 Grad. Die Weinlese beginnt meist schon im September. Die Trauben sind dann sonnengesättigt und die Reben brauchen eine Verschnaufpause, erklärt der Winzer Fernando. Seine Weine werden von dem einzigartigen Mikroklima des Guadiana und den mineralhaltigen Böden geprägt. Atlantische Winde, heiße Sommer, kühle Winter – sie alle tragen das Ihre zu Wachstum und Geschmack bei. Ganz zu schweigen, von den Menschen, die die Reben pflegen, ernten und den Wein machen: Ohne diese wären die Weine nicht das was sie sind, sagt Fernando Toribio. Das beginnt schon beim Steckling und der Entscheidung, was man überhaupt pflanzt, geht weiter über Erntemethoden und endet bei Fragen des sachgemäßen Ausbaus und der Cuvées. Ein Wein ist immer von Terroir geprägt und von den Menschen, die ihn herstellen.
Toribios Weine bestechen durch Finesse, Feingliedrigkeit und Komplexität. Nicht selten werden in der Bodega neue Cuvées ausprobiert, weiße Weine aus roten Trauben gekeltert und ein Macabeo für drei Monate auf der Feinhefe im Fass gelagert.
Der Heilige Gral trägt ganz die Handschrift der Bodegas Toribios und wir in enger Zusammenarbeit mit dem Oh Madriz!-Team hergestellt !